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Eine einfache Anleitung zur Verwendung von RSS

Mit RSS den Überblick behalten

Täglich erscheinen unzählige neue Inhalte im Web – von Blogartikeln über Podcasts bis hin zu Videos. Für viele Nutzer ist es eine Herausforderung, hier den Überblick zu behalten. Während Social Media und Newsletter oft im Vordergrund stehen, gibt es eine bewährte, aber häufig übersehene Lösung: RSS-Feeds.


Was ist RSS?

RSS steht für Really Simple Syndication. Die Technologie bündelt Inhalte von ausgewählten Webseiten und stellt sie in einem einheitlichen Format bereit. Nutzer erhalten dadurch einen personalisierten Newsfeed, der alle neuen Beiträge aus ihren Quellen an einem Ort sammelt.

Ein RSS-Reader zeigt diese Inhalte übersichtlich an – egal ob Text, Bilder, Podcasts oder Videos. Das bedeutet: keine ständige manuelle Kontrolle von Webseiten, keine Ablenkung durch Werbung oder Algorithmen. Stattdessen ein klarer, strukturierter Überblick.

„Durch das Abonnieren eines Website-RSS entfällt für den Benutzer die Notwendigkeit, die Website manuell auf neue Inhalte zu überprüfen.“ – Wikipedia

Wie funktioniert RSS?

  • RSS-Reader auswählen: Programme oder Apps, die Feeds verwalten und anzeigen.

  • Feeds hinzufügen: Jede Quelle (Blog, Podcast, YouTube-Kanal etc.) hat eine Feed-URL, die im Reader eingetragen wird.

  • Automatische Aktualisierung: Der Reader prüft regelmäßig auf neue Inhalte und importiert diese direkt.

  • Einheitliche Darstellung: Beiträge erscheinen im Standardlayout des Readers – unabhängig von der Originalseite.

So entsteht ein automatisierter, zentraler Informationskanal, der Zeit spart und den Konsum von Inhalten vereinfacht.


Empfehlungen für RSS-Reader

Es gibt zahlreiche Reader mit unterschiedlichen Ansätzen. Besonders beliebt sind Open-Source-Lösungen ohne Registrierungspflicht:

  • Android: Read You

  • iOS / Mac: NetNewsWire

  • Linux: Akregator

  • Self-hosted: FreshRSS

  • Command Line: Newsboat

Weitere empfehlenswerte Tools: Omnivore, Nextcloud News, FreshRSS.


RSS vs. Social Media

RSS bietet entscheidende Vorteile gegenüber sozialen Netzwerken:

  • Keine Algorithmen: Inhalte erscheinen chronologisch, ohne Filterung oder Manipulation.

  • Keine Werbung & Tracker: Reine Inhalte, ohne Ablenkung.

  • Kein FOMO: Verpasste Beiträge bleiben verfügbar, ohne Benachrichtigungsdruck.

  • Volle Kontrolle: Nutzer entscheiden selbst, welche Quellen sie abonnieren.

Kurz gesagt: RSS schafft eine ruhigere, transparentere digitale Umgebung.


Feeds finden

Auch wenn das klassische RSS-Symbol heute seltener ist, lassen sich Feeds fast überall einrichten:

  • Websites & Blogs: Plattformen wie WordPress, Medium oder Substack bieten standardmäßig RSS-Feeds.

  • Newsletter: Mit Tools wie Kill The Newsletter lassen sich E-Mails in RSS-Feeds umwandeln.

  • YouTube: Jeder Kanal hat eine Feed-URL (z. B. https://youtube.com/feeds/videos.xml?channel_id=...).

  • Podcasts: Die Verbreitung erfolgt meist direkt über RSS.

  • X & Telegram: Mit Diensten wie RSSHub lassen sich Feeds generieren.

  • GitHub: Bietet Atom-Feeds für Releases, Commits und Tags.

Tipp: Wer keinen Feed-Link findet, kann im Seitenquelltext nach „rss“ oder „atom“ suchen.


Organisation im Reader

Ein strukturierter Feed erleichtert die Nutzung:

  • Inhalte nach Themen oder Quellen in Ordnern sortieren.

  • Wichtige Beiträge markieren.

  • Gelesene Inhalte archivieren.

So bleibt der Überblick auch bei vielen abonnierten Feeds erhalten.


RSS ist eine einfache, effiziente und transparente Möglichkeit, Inhalte im Internet zu konsumieren. Es reduziert Ablenkungen, spart Zeit und gibt Nutzern die volle Kontrolle über ihre Informationsquellen.

Probieren Sie es aus: Laden Sie einen RSS-Reader herunter und fügen Sie Ihre bevorzugten Blogs oder Kanäle hinzu. Schluss mit Algorithmen – zurück zu einem klaren, selbstbestimmten Informationsfluss.

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